Werkstatt
Drei Generationen an derselben Hobelbank.
Anton Falkenhorst hat die Werkstatt 1961 als Bauzimmerei gegründet. Sein Sohn hat sie auf Innenausbau umgestellt, als die Fertigteile kamen. Heute führt sie die Enkelin — und die Hobelbank am Fenster steht noch dort, wo sie 1961 hingestellt wurde.
Mannschaft
Sechs Personen, keine Leiharbeit.
Wer hier arbeitet, bleibt im Schnitt vierzehn Jahre. Das ist kein Zufall, sondern der Grund dafür, dass ein Stück Nr. 228 aussieht wie ein Stück Nr. 60.
Katharina Falkenhorst
Zimmerermeisterin, Inhaberin
Dritte Generation. Führt das Werkstattbuch und macht jedes Aufmaß selbst.
Georg Wieland
Tischlermeister
Seit 1994 im Betrieb. Zuständig für Verbindungen und alles, was gewendelt ist.
Simon Kreis
Tischler, Oberflächen
Schellack, Öl, Leinölfarbe. Der Einzige, der die Poliertechnik im Haus beherrscht.
Beate Lindner
Zimmerin, Bestand
Fenster und Türen in denkmalgeschützten Häusern. Arbeitet mit der Denkmalbehörde.
Jonas Ritter
Tischler, Montage
Führt die Montagen vor Ort und nimmt jedes Stück vorher in der Werkstatt ab.
Leni Obermeier
Erstes Lehrjahr
Lernt gerade, eine Fläche mit dem Ziehhobel plan zu bekommen. Das dauert.
Ablauf
Vom Aufmaß bis zur Montage.
Zwischen erstem Gespräch und Montage liegen bei uns Monate. Das meiste davon ist Wartezeit auf einen Werkstattplatz, nicht Bauzeit.
Aufmaß und Entwurf
Wir messen selbst und zeichnen von Hand. Sie bekommen einen Riss auf Papier, keine Rendering-Bilder — die verbergen mehr, als sie zeigen.
Holzauswahl
Sie kommen in die Werkstatt und wählen die Bohlen aus, die verbaut werden. Bei durchgehender Maserung entscheidet das über das ganze Stück.
Bau und Montage
Alles entsteht in der Werkstatt und wird dort aufgebaut, bevor es zu Ihnen kommt. Nach einem Jahr sehen wir noch einmal nach dem Holz.
Holz
Fünf Jahre Lager, bevor gesägt wird.
Wir kaufen Stämme, nicht Bretter. Sie lagern luftgetrocknet unter dem Vordach, ein Jahr je Zentimeter Dicke. Was heute in die Maschine geht, ist 2019 gefallen.