Beispielprojekt von Präsenzo · Stilrichtung „Natürlich" · frei erfundener Betrieb So etwas für meinen Betrieb →
Wilder Grund
Umbau

Ein Naturgarten entsteht über drei Jahre, nicht über ein Wochenende.

Und er entsteht in dieser Reihenfolge — wer sie umdreht, arbeitet doppelt.

Reihenfolge

Was wann passiert.

Der Boden zuerst, die Technik danach, die Pflanzen zuletzt. Diese Reihenfolge ist der einzige Grund, warum eine Ansaat im zweiten Jahr blüht statt zu vergrasen.

September, Jahr 1 Bestandsaufnahme, Bodenprobe, Sonnenstand über den Tag. Wir markieren, was bleibt — alte Obstbäume bleiben fast immer. Aufnahme
Oktober, Jahr 1 Rückbau. Schotterflächen und Kirschlorbeer raus, Oberboden abtragen. Der Bauschutt geht weg, der Aushub bleibt als Modellierung im Garten. Rückbau
November, Jahr 1 Die Strukturen: Trockenmauer, Wasserstelle, Sandhügel, Totholz. Alles, was mit Maschinen zu tun hat, vor der Pflanzung. Bau
November, Jahr 1 Gehölzpflanzung. Wildhecke und Bäume als kleine Ware, wurzelnackt. Günstiger und mit besserem Anwuchs als Containerware. Pflanzung
März, Jahr 2 Ansaat der Magerwiese. Nicht im Herbst — auf abgemagertem Boden hat die Frühjahrssaat die deutlich bessere Bilanz. Ansaat
Juni, Jahr 2 Schröpfschnitt. Die Ansaat wird einmal hoch abgemäht, damit die einjährigen Beikräuter die Stauden nicht ersticken. Sieht brutal aus, ist entscheidend. Pflege
Ab Jahr 3 Zwei Mahden im Jahr, Schnittgut abräumen, Hecke alle drei Jahre auf den Stock. Ab hier läuft der Garten. Erhalt
Betrieb

Fünf Leute, ein Kleinbagger, kein Spritzmittel im Lager.

Wilder Grund gibt es seit 2017. Zwei von uns kommen aus dem klassischen Garten- und Landschaftsbau, zwei aus der Landschaftspflege, einer ist Biologe.

Saatgut

Ausschließlich Regiosaatgut aus dem Ursprungsgebiet Süddeutsches Bergland und Alpenvorland. Es kostet das Dreifache und ist die Grundlage von allem.

Gehölze

Heimische Arten aus regionalen Baumschulen. Kein Kirschlorbeer, keine Thuja, keine Rasenersatzpflanzen aus dem Katalog.

Substrat

Torffrei, immer. Für Magerstandorte mischen wir selbst aus Sand, Kies und wenig Kompost.

Maschinen

Ein Kleinbagger für Modellierung und Mauerbau, sonst Handarbeit. Auf einer fertigen Fläche fährt nichts mehr.

Aushub

Bleibt auf dem Grundstück, wenn es geht. Ein Wall aus dem eigenen Boden ist billiger als Abtransport und schafft nebenbei einen Trockenstandort.

Dokumentation

Wir fotografieren jede Fläche im Juni. Nach drei Jahren sehen Sie den Unterschied auf Bildern, nicht nur in der Erinnerung.

Teilumbau

Es muss nicht der ganze Garten sein.

Die häufigste Beauftragung bei uns ist ein Streifen von 40 Quadratmetern entlang der Grenze, dazu Totholz und eine Wasserstelle. Das kostet unter 3.000 € und verändert mehr, als die meisten erwarten. Alle Preise sind Endpreise inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

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