Angefangen hat es mit einer Allergie.
Ich habe zwölf Jahre in einem normalen Salon gearbeitet, bis meine Hände nicht mehr wollten. Der Wechsel auf Pflanzenfarbe war keine Überzeugung, sondern eine Notwendigkeit — und ist erst danach zur Überzeugung geworden.
Zwei Personen, zwei Plätze.
Mehr passen nicht in den Raum, und mehr wollen wir nicht. Bei Einwirkzeiten von einer Stunde braucht es Platz zum Sitzen, nicht mehr Stühle.
Anja Kellermann
Friseurmeisterin, Salon seit 2018. Ausbildung in Pflanzenhaarfarbe bei zwei Herstellern, mischt alle Farben selbst an.
Ruth Bergmaier
Friseurin, seit 2021 dabei. Schwerpunkt Kopfhaut und Schnitt. Arbeitet donnerstags und freitags.
Der Garten
Vor dem Fenster wachsen Ringelblume, Kamille und Brennnessel. Die Auszüge für die Kopfhautbehandlung setzen wir daraus selbst an.
Warum hier so viele Pflanzen stehen.
Nicht als Deko. Ein Farbtermin dauert bei uns bis zu drei Stunden, und ein Teil davon ist Warten. In einem Raum mit Blick ins Grüne fällt das leichter als vor einer Spiegelwand.
Wir verkaufen nichts, was Sie nicht brauchen.
Im Regal stehen fünf Produkte. Drei davon empfehlen wir selten, zwei fast immer. Wer nach dem Termin nichts kauft, bekommt trotzdem den Pflegeplan auf Papier mit.
Waschen seltener
Pflanzenfarbe hält länger, wenn das Haar nicht täglich gewaschen wird. Das ist kostenlos und wirkt besser als jedes Produkt.
Sauer nachspülen
Ein Schuss Apfelessig auf einen Liter Wasser. Kostet nichts, schließt die Schuppenschicht und macht Glanz.
Öl nur in die Spitzen
Ein Produkt, ein Handgriff, zweimal pro Woche. Mehr Pflege braucht pflanzengefärbtes Haar nicht.